„Was macht die Fachschaft eigentlich wegen der Flüchtlinge?“

Als Fachschaft werden wir gefragt, ob wir uns nicht auch für Flüchtlinge einsetzen könnten.
Neben der Unterstützung der Schuhkartonaktion ist dazu folgendes zu sagen: Wir sehen unsere Hauptaufgabe darin, für die Interessen von Studierenden einzutreten und das Leben an der Fakultät mitzugestalten, und Partizipationsräume zu schaffen.

In den verschiedenen Gremien der Fakultät bringen wir studentische Belange ein in die Entscheidungen über Lehrangebote, Studienordnungen und Budgets. Wir organisieren Feiern wie das Sommerfest die MathPhysTheo, oder die Semestereröffnung um Begegnung zu ermöglichen.

Der Studientag am Buß- und Bettag ist eine Möglichkeit für Studierende, selbst ein Thema in den fakultären Diskurs einzubringen.
Letztes Jahr – als die Flüchtlingskrise für viele noch kein Thema war – haben wir den Studientag unter das Motto „Nimm das Kind und Flieh: Flucht als Herausforderung des Glaubens“ gestellt.
Dabei wurde über globale Fluchtursachen, europäische und deutsche Asylpolitik und -recht informiert und verschiedene lokale Gruppen, wie auch Menschen mit Fluchterfahrung kamen zu Wort. Es gab einen Raum, gemeinsam theologisch über Flucht und Asyl nachzudenken und Handlungsoptionen zu entdecken.

Darin sehen wir unsere Aufgabe: Räume zu öffnen, um Gespräche zu ermöglichen und zu informieren, damit andere handeln können. Wenn ihr Ideen habt, wie ihr das Leben an der Fakultät und darüber hinaus gestalten wollt und unsere Unterstützung sucht, meldet euch bei uns!
Wir freuen uns immer über Leute, die in Gremien mitarbeiten und Feste organisieren wollen, aber genauso auch darüber eine kulturelle, diakonische oder sogar theologische Plattform zu unterstützen.

Da wir aber als Fachschaft nichts direkt „für Flüchtlinge“ tun, wollen wir hier auch nochmal auf die vielfachen Möglichkeiten hinweisen, für und mit geflüchteten Menschen aktiv zu sein. Willkommenskultur braucht das Engagement von uns allen und die Aufnahme von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, wird uns alle, ob angehende Pfarrerinnen, Lehrer oder einfache Bürger noch lange beschäftigen:

Die Stadt Heidelberg arbeitet in den Lagern mit dem Asyl-AK, dem Roten Kreuz, der Diakonie, und der Caritas zusammen. Auf dieser Seite finden sich Verweise zu den einzelnen Organisationen, die Ehrenamtliche für Integrationsbegleitung, Deutschkurse und andere Dinge suchen und betreuen. http://www.heidelberg.de/Fluechtlingshilfe,Len_US/Startseite/Heidelberg+hilft.html Außerdem gibt es noch verschiedene neuere Initiativen, die auf dieser Seite zusammengestellt sind: http://each1teach1.de/de/landkarte-der-initiativen/
Auf zwei Projekte sei besonders hingewiesen:
Die Diakoniekirche Kapellengemeinde engagiert sich schon seit Jahren für Geflüchtete und ist „Kirche mit anderen“, und hat unter anderem eine persische Bibelstunde.
http://www.kapellengemeinde.de/html/kapelle_international.html

Die Initiative „Offene Uni“ setzt sich dafür ein, dass Asylbewerber mit uns studieren können. https://offeneuniheidelberg.wordpress.com/

Wer sich politisch interessiert, sei z.B. auf den Vortrag „How to support the refugee struggle“ mit Rex Osa, diesen Freitag, in der Zeppelingasse 1 hingewiesen.

Hier noch einen kurzen Gedanken zu der Frage: Warum muslimischen Flüchtlingen Weihnachtsgeschenke geben?

Die meisten Kinder sind wie ihre Eltern Muslime und feiern Weihnachten nicht. Zwar gibt es auch Christ/innen unter den Geflüchteten, aber die Mehrheit sind Muslime.
Damit bewegt sich diese Aktion in einem Spannungsfeld, aus der eigenen Tradition motiviert zu sein und dabei den anderen als anderen zu respektieren.
Wir verstehen diese Geschenke nicht so sehr als „Weihnachtsgeschenke“ sondern als eine kleine Freude für Kinder, die viel zu wenig spielen können.
Sie kann für uns aus christlicher Nächstenliebe motiviert sein, oder aus anderen Motiven. Trotzdem denken wir, es ist eine schöne Idee und wollen euch die Möglichkeit geben, sie zu unterstützen. Das islamische Zuckerfest ist leider schon vorbei.
Wer sich mit der Problematik des Helfens in seinen vielen Facetten näher beschäftigen möchte, hat in den Veranstaltungen des diakoniewissenschaftlichen Instituts ausführlich Gelegenheit dazu.

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Fachschaft Theologie unterstützt „Schuhkartons für Flüchtlingskinder“

In den Asylbewerberheimen in Heidelberg und Umgebung leben ca. 1000 Kinder. Diesen möchte eine breite Koalition christlicher Gemeinden und Gruppen, in der Adventszeit eine Freude machen, indem sie einen Schuhkarton voller Spielsachen geschenkt bekommen.

Die Fachschaft Theologie unterstützt diese Initiative, und wird diese Woche Schuhkartons im Fachschaftsraum entgegennehmen. (Mehr Infos im Rundbrief)


Wie kann ich mitmachen?

  1. Überlege dir, wen du beschenken möchtest:
    Geschlecht: Junge/ Mädchen
    Alter: 5-9 Jahre 10- 15 Jahre (für die anderen Altersgruppen gibt es schon genug Geschenke)
  2. Benutze einen regulären, leeren Schuhkarton.
  3. Du kannst deine Box verpacken, aber verpacke bitte die Box und den Deckel separat.
  4. Fülle die Box mit Geschenken, über die sich ein Kind freuen würde (z.B. Puppen, Autos, Bälle, Kuscheltiere, Stifte, Papier, T-Shirts, Haarspangen, Schmuck, Spielkarten, Sonnenbrillen).
  5. Bitte keine benutzten oder kaputten Dinge, Medizin, abgelaufene Süßigkeiten, Flüssigkeiten, zerbrechliche Sachen oder Kriegsspielzeug (Spielzeugwaffen, Messer oder Militärfiguren) einpacken.
  6. Klebe ein Schild mit Geschlecht und Altersgruppe des Kindes auf den Deckel.
  7. Bringe deinen Schuhkarton bis Freitag, 4. Dezember, 15 Uhr in den Fachschaftsraum der Theologie Heidelberg, WTS-Keller

Zu den folgenden Zeiten wird jemand da sein, um Schuhkartons entgegenzunehmen:

Montag 12-15 Uhr
Dienstag 12-15 Uhr
Mittwoch 12-15 Uhr
(Mittwoch ab 14 Uhr ist übrigens auch Fachschaftsplenum, zu dem du auch herzlich eingeladen bist!)
Donnerstag 12- 15 Uhr
Freitag 12- 15 Uhr

Eure Mithilfe ist wichtig. Schenkt zu Weihnachten ein Lächeln.

Bei Fragen wendet euch bitte an: THEOLOGIE@LISTSERV.UNI-HEIDELBERG.DE

„Viele Glieder ein Leib/d – Gemeinsam studieren, unterschiedlich glauben!?“

„Viele Glieder ein Leib/d – Gemeinsam studieren, unterschiedlich glauben!?“
Ein Studientag der Fachschaft Theologie
Mittwoch, 18.11. 10-17 Uhr, Schmitthenner-Haus, Heilig-Geist-Straße 17

Von fundamental bis ungläubig scheint an der Heidelberger Fakultät alles vorhanden zu sein. Statt als Bereicherung wird dies jedoch oft ignoriert oder als Bedrohung der jeweiligen „Biotope“ gewertet.
In dieser Debatte möchte die Fachschaft Theologie ein Forum bieten, Vielfalt wahrzunehmen und konstruktiv miteinander ins Gespräch zu kommen. Herzlich laden wir dazu alle interessierten Kommilitoninnen und Kommilitonen aus Studierendenschaft, Mittelbau und Professorium ein.

Der Studientag wird sich am Vormittag zunächst den „Reichtum der Vielfalt“ an der Fakultät wahrnehmen, um dann nach Herausforderungen zufragen. Dabei wechseln sich wissenschaftliche Vorträge von Angehörigen unserer Fakultät mit dialogisch-biographischen Beiträgen ab.

Wie und was glauben Theologiestudierende in Heidelberg?

Welche Rolle spielen konfessionelle Unterschiede und welche vermeintlich nichtkonfessionelle Angebote wie etwa die christlichen Hochschulgruppen?

Welche Rolle sollten diese Unterschiedlichen Akzente im Studium spielen?

Was sind die Bedingungen der Möglichkeit eines konstruktiven Multilogs der unterschiedlichen Strömungen im Studium, die letztlich auch einen Ausschnitt der kirchlichen Landschaft nicht nur außerhalb der Landeskirchen darstellen.

Diese Fragen möchten wir mit dem Studientag aufwerfen und damit gleichzeitig einen Beitrag zu einem konstruktiven und respektvollen Miteinander in Verschiedenheit an unserer Fakultät leisten.

Programm:
Vormittagsprogramm: Reichtum der Vielfalt
10.00 Begrüßung
10.20 Bibelteilen und Andacht
11.30 Frömmigkeit von Theologiestudierenden (Dr. Fabian Kliesch)
12.20 Studierende stellen sich vor

13.00-14.00 Mittagspause mit Imbiss

Nachmittagsprogramm: Herausforderung der Vielfalt
14:00 Evangelikal – Fundamentalistisch – Liberal – Charismatisch (Prof. Dr. Nüssel)
15:00 Psychologische Aspekte (Dr. Thomas Renkert)
Abschlussforum
Ende gegen 17:00

Zugunsten des Studientages entfallen an der theologischen Fakultät dieregulären Veranstaltungen.

Hinweis: Bewerbungsfristen für Auslandsstudium

Liebe Kommiliton_innen,

Folgende Informationen könnten diejenigen unter euch interessieren, die den Gedanken an einen Auslandsaufenthalt im Herzen bewegen. Es handelt sich um die Bewerbungsfristen und weiterführende Links zu einigen der Austauschprogramme von Heidelberg aus.

*Bewerbungsschluss für die Austauschprogramme mit folgenden Ländern*

*3. Dezember                     China / Hongkong, Taiwan *

Informationen unter
http://www.uni-heidelberg.de/studium/international/ausland/asien/

Koordination: Chun – Mei Chan; cchan@zuv.uni-heidelberg.de
<mailto:cchan@zuv.uni-heidelberg.de>

*7. Dezember                     Israel*

Informationen unter
http://www.uni-heidelberg.de/studium/international/ausland/asien/

Koordination: Katharina Reinhardt; katharina.reinhardt@zuv.uni-heidelberg.de

**

*11. Januar                           Mittel-/ Osteuropa *(Budapest,
Krakau, Prag, St. Petersburg, Zagreb);

*Sommersprachkurse *(Krakau/Prag/Salamanca)

Informationen unter
http://www.uni-heidelberg.de/studium/international/ausland/europa/

Koordination: Katharina Reinhardt; katharina.reinhardt@zuv.uni-heidelberg.de

**

*12. Januar                           Coimbra Group Student Exchange
Network (SEN)*

Informationen unter
http://www.uni-heidelberg.de/studium/international/ausland/europa/

Koordination: Nicole Dorn, nicoline.dorn@zuv.uni-heidelberg.de
<mailto:nicoline.dorn@zuv.uni-heidelberg.de>**

*Informationen zu weiteren Austauschprogrammen*und zu den
*Bewerbungsformalitäten* finden Sie auf

http://www.uni-heidelberg.de/studium/international/ausland/

oder direkt in unserem Infozimmer für Studium und Praktikum im Ausland,
Zimmer 139, Seminarstraße 2, Heidelberg Altstadt. Die *Übersicht aller
Bewerbungsfristen* unter:

http://www.uni-heidelberg.de/md/zuv/international/medien/ubersicht_austauschprogramme_2016_17.pdf